Allgemeine Tiermedizin

 


 

 

Sie ist ihrem Wesen nach all das, was gemeinhin als ganzheitliche Medizin bezeichnet wird und bewiesener Massen auch wirkt also nicht nur eingebildet ist (Akupunktur, Homöopathie, Bewegungstherapien auch im Wasser, Massagen, Wärme, Magnetfeld, Hirudo medicinalis ("tierunterstütztes" Schröpfen), Bioresonanz nach Regumed, EKG genaue Blutdruckmessungen (bevor Herzprobleme für das Tier zum Problem werden),  digitales Röntgen, Ultrall sowohl diagnostisch als auch Therapeutisch.

 


Hausbesuche oder Termin Sprechstunde
Behandlung von Hunden, Katzen, Kaninchen, Kleinnagern, Reptilien und Vögeln...
Vorsorgeuntersuchungen, Gesundheitszeugnisse, Beratung vor Auslandsreisen, Laboruntersuchungen, Zahnbehandlungen, Operationen (z.B. Kastrastrationen), Ernährungsberatung, Fellpflege - Grooming, Elektronische Markierung und internationale Registrierung.
Allgemeine Tierärztliche Tätigkeiten (Impfungen, Gesundheitsuntersuchungen, kleinere Operationen, Kastrationen, Wundbehandlungen/Verbände uvm.).

Meine Leistungen im Detail
Alles zum Thema Physiotherapie:
passive Physiotherapie ( Matrix-Rhythmus-Therapie, Akupunktur, Bioresonanz, therapeutischer Ultraschall und diagnostischer Ultraschall, Magnetfeldtherapie, Lichttherapie, EKG genaue Blutdruckmessungen, Homöopathie uvm.).

Aktive Physiotherapie (Unterwasserlaufband, Kippelbrett uvm.)
Hirudopunktur

Physiotherapie

Die Physiotherapie ist ihrem Wesen nach, die Lehre der Funktionalität der Bewegung des Körpers. Die Bewegung hierbei zeigt, dass aufgrund der körperlichen Gegebenheiten, die durch Zucht oder Ansprüchen des Tieres – v.a. des Hundes – entstandenen Leistungen oftmals eine Hilfestellung der Korrektur bedürfen.

Die Möglichkeiten, die die Physiotherapie hierbei bietet, setzt in der Tiermedizin, wie auch in der Humanmedizin, eine richtige Diagnose durch einen Tierarzt oder Arzt, voraus.

Die Methoden in der Physiotherapie sind zum Teil sehr alt – wie Massagetechniken oder Akupunktur – wie auch sie sehr neuartige Nutzung von Wellen/Schwingungen – wie Matrix-Rhythmus-Therapie oder Magnetfeldtherapie. Im Zentrum steht jedoch immer, wieder eine physiologische Bewegung des Patienten zu ermöglichen und damit auch dessen Wohlbefindens oder Gesundheit.

 Die Methoden der Physiotherapie

Im Wesentlichen geht es um die Erhöhung oder Reduktion der Durchblutung und aller daraus resultierenden physiologischen Reaktionen der Zellen des Körpers, wenn nicht sogar einer Umstellung auf zellulärer bis hin auf molekularer Ebene.

Massage

Die Massage hat den größten Vorteil, eine Methode zu sein, welche sich perfekt für unsere skeptische Zeit eignet. Der Erfolg ist – bei richtiger Indikationsstellung – unmittelbar nach der Anwendung festzustellen und ist meistens nicht nur sicht- und messbar, sondern kann auch mittels des Tastsinns überprüft werden – „Daher muss sie auch den größten Skeptiker überzeugen und es gibt Zweifel über das „post hoc ergo propter hocProf. Eduard Vogel, 1882.

Myophysiologische Grundlage zum Einsatz der Massage

Die Funktionen der Skelettmuskulatur sind Stütz- und Bewegungsaufgaben, zu deren Ausführung das ZNS (Gehirn und Rückenmark) Informationen über die Muskellänge, die Spannungsentwicklung1 in der Muskulatur und die Gelenkstellung benötigt. Diese Informationen erhält das ZNS über en Muskelspindeln (Längenmessung), den Sehnenspindeln (Spannungsmessung) sowie aus den Gelenkkapseln und Bändern. Das Rückenmark enthält einige Reflexwege, über die das ZNS Länge und Kontraktionskraft der Muskeln regelt. Hierbei handelt es sich um basal spinale Haltungs- und Bewegungsmuster. Basis für die Länge-Regulation eines Skelettmuskels ist der polysynaptische Reflexbogen (Eigenreflexbogen). Das Motoneuron der Beuger, die über dasselbe Gelenk verlaufen und als Antagonisten zu den Streckern wirken, werden über ein Zwischenneuron gleichzeitig gehemmt. Ähnliche antagonistisch organisierten Reflexwege findet man zwischen afferenten Fasern der Beuger.

 Massagewirkungen

Die Massagewirkungen beruhen auf Druck- und Zugbewegungen in Kombination mit Bewegung. Es kommt zu einer Eutonisierung; es sind also mechanische Wirkungen, die Adhäsionen lösen oder eine depletorische Wirkung (Druck) haben. Es kommt zur Hyperämisierung („Digitaliswirkung“) von Haut oder Muskeln8 durch Massagen und damit auch zu einer Schmerzlinderung und Relaxation. Es kommt reflektorisch wie auch durch eine Ausschüttung vasoaktiver Stoffe wie Histamin u.a. zu einer erhöhten Durchblutung. Darüber hinaus wird diese gleichfalls durch vermehrte Kapillarisation aufgrund einer Erschließung ruhender Kapillarbezirke wie auch verbessertem venösen Rückstrom durch Sog und Muskelpumpe unterstützt.


BLUTDRUCKMESSUNG – auch beim Tier?!

Warum? Es gibt viele Indikationen für die Blutdruckmessung und wertvolle diagnostische Informationen, die die Lust auf häufigen Einsatz dieser Methode wecken. Und Wie?
Auf der einen Seite stehen Unsicherheiten bezüglich der für die eigenen Bedürfnisse am besten geeigneten Technologie und die Störeinflüsse auf eine Messung auf der anderen Seite. Doch für beides gibt es eine Lösung.
Viele ergebnislose Messversuche sind nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass der Blutdruckmessung nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet wird. Ein Untersucher, der sich vom Patientenbesitzer während der Messung ablenken lässt, der unter Zeitdruck steht oder genervt ist von der Vorstellung, nun Blutdruck messen zu müssen, wird kaum ein verwertbares Ergebnis erzielen können.
Was sind also die wesentlichen Voraussetzungen? Innere Überzeugung und auch wirklich Blutdruck messen zu wollen. Die Messgenauigkeit und die Auswertbarkeit der Ergebnisse und damit der Erfolg der Messung hängen also im Wesentlichen von 3 Bereichen ab:
- technikbedingte Einflüsse
- Einhaltung eines Messprotokolls
- tierindividuelle und aufregungsbedingte Einflüsse
Es befinden sich zur Zeit hauptsächlich drei unterschiedliche Messtechniken mit verschiedenen Ausstattungen und Möglichkeiten auf dem Markt:
Erkenntnisse gerade der letzten 3 Jahre verdeutlichen, dass diese verfügbaren nicht-invasiven Techniken unterschiedliche Vor- und Nachteile haben;
diese können zum einen die Genauigkeit der Messung beeinflussen,
zum anderen aber auch bestimmte Anforderungen an die Stellen, an denen gemessen wird.
Was sind also die Möglichkeiten?
Geräte aus der Humanmedizin eignen sich nicht für den Einsatz am Tier, da aufgrund der sehr unterschiedlichen Form der Druckwellenamplitude keine zuverlässig korrekten Ergebnisse erzielt werden können.
Sofern HDO eingesetzt wird ist zu empfehlen, das Gerät über das USB Kabel an den PC anzuschließen und die Messung am Bildschirm zu verfolgen.
Darum die Echtzeitanalyse, weil sie eine im Vergleich zum menschlichen Ohr mehrtausendfache Signalverstärkung und Auflösung jeder einzelnen Amplitude ermöglicht. Dies ist wichtig, um den Unterschied zwischen Stauungsamplituden, den Anstiegsamplituden inklusive Systole, dem maximalen Druck (MAD) und den abfallenden Amplituden inkl. diastolischem Druck sowie Artefakten zu ermitteln.

Blutdruckmessen ist jedem durch eigene Besuche beim Hausarzt als eine schnelle und einfache Vorab-Befunderhebung bekannt. Das Ganze dauert selten länger als 1–2 Minuten. Warum ist es also in der Tierarztpraxis so viel mühsamer? Weil z.B.:
Hunde und Katzen sich nicht entspannt hinsetzten, wenn wir es ihnen sagen Alles in der Praxis aufregend ist
Katzen ihre eigene Vorstellung von »lang« und »kurz« haben intensives Schnurren, »Treteln« und andere Entspannungsversuche der Katzen zu massiven Artefakten führen Ist der Frust bei der Blutdruckmessung also vorprogrammiert? Nein. Aber es erfordert auch vom Untersucher und nicht nur vom Tier, sich an bestimmte Spielregeln zu halten. Ein festes Messprotokoll ist der 1. Schritt zur schnellen und erfolgreichen Messung.
Was ist dabei wichtig?
- Zeitpunkt: Die Messung sollte immer vor der klinischen Untersuchung nach kurzer
Akklimatisierung erfolgen
- Messende Person: In jeder Praxis/Klinik sollte zumindest eine Person für die Blutdruckmessung
bestimmt und ausgebildet werden; sie muss
a) gut mit v.a. Katzen, aber auch Hunden umgehen können und
b) geduldig und zuverlässig sein.
- Ablauf der Messung: Die Messung sollte nach einem festen Schema ablaufen.

Beurteilt wird der Durchschnitt aus allen Einzelmessungen, und zwar sowohl der systolische als auch der diastolische Wert – jeweils eigenständig. Eine Erhöhung auch nur einer der beiden Werte kann zu Schädigungen vor allem von Auge, Herz, Niere oder ZNS führen.
Kann eine relativ ruhige Umgebung realisiert werden und geht vom Untersucher kein negatives Signal auf den Patienten aus (innere Unruhe, Zeitdruck, etc.), so ist der Patient nach kurzer Zeit akklimatisiert
Aus diesem Grund ist es so wichtig, sich während der Messung nicht ablenken zu lassen. Während die »White Coat Hypertension« sofort erkennbar ist und nach wenigen Minuten abklingt, tritt die »White Coat Hypotension« manchmal erst im Laufe einer Messung ein.
Nach erfolgreich durchgeführter Blutdruckmessung ist es wichtig, die Ergebnisse korrekt zu interpretieren und Behandlungsmaßnahmen entsprechend abzustimmen. Wichtige Fragen hierbei sind:
Warum ist der Blutdruck eine wichtige Entscheidungshilfe für eine Therapie bei Arrhythmien?
Welcher Zieldruck soll erreicht werden?
Welche Medikamente eignen sich dafür?

Hypertension ist eine krankhafte Erhöhung des systolischen, diastolischen oder beider Drücke. Das bedeutet eine anhaltende und in mehreren Messungen nachvollziehbare Blutdruckerhöhung. Entsprechend unterscheidet man:
- isolierte systolische Hypertonie
- isolierte diastolische Hypertonie
- gemischte Hypertonie.
In allen drei Fällen kann es zu Endorganschädigung kommen. Verschiedene Kompensationsmechanismen haben den Organismus bereits auf einen erhöhten Druck adaptiert, eine zu starke Absenkung könnte sich hier nachteilig auswirken. In der Tiermedizin geht man davon aus, dass jede diagnostizierte und verifizierte Hypertension in einer Erkrankung, akutem Schmerz oder Adipositas begründet liegt.
Risikokategorie    systolischer Druck    diastolischer Druck    Risiko für Endorganschädigung

I                              <150                               <95                               minimal
II                               150–159                        95–99                         mäßig
III                              160–179                      100–119                        deutlich erhöht
IV                              ≥ 180                          ≥ 120                             hochgradig

Und wie funktioniert nochmal der Blutdruck rsp. Blutfluss?
Blut fließt fast ohne Druck vom linken Vorhof in den linken Ventrikel („Kammer“ < 12 mm Hg). Erst in der nun folgenden Systole wird ein Druck aufgebaut. Erst in der Aorta und den arteriellen Gefäßen entsteht der diastolische Druck. Da dies in die Diastole der Herzaktion fällt, wird dieser zweite Druck als diastolischer Druck bezeichnet.
Die am häufigsten eingesetzten Therapeutika zur Blutdrucksenkung sind ACE-Hemmer und Amlodipin. Da beide Substanzen bei einem Großteil der verantwortlichen Grundkrankheiten sowieso zum Einsatz kommen, kann hier (ggf. durch Dosisanpassung) mit nur einem Medikament auf beide Probleme eingegangen werden.
β-Blocker eignen sich vor allem bei Bluthochdruck in Folge von Hyperthyreose, da hier die β-Rezeptoren am Herzen maßgeblich an der Entstehung der Hypertension beteiligt sind. Soweit eine Niereninsuffizienz mit der Hyperthyreose einhergeht bzw. nach Initiierung der Therapie in Erscheinung tritt, kann eine lebenslange Therapie auch des Blutdruckes erforderlich sein. Auch Diuretika haben einen additiven blutdrucksenkenden Effekt, sind per se aber keine potenten Blutdrucksenker.

Da z.B. die chronische Niereninsuffizienz erst sehr spät labordiagnostisch nachweisbar ist, kann die auslösende Grundkrankheit nicht immer zeitgleich mit der Hypertension ermittelt werden.
Die Blutdruckmessung unterstützt die Entscheidung einer Behandlungsinitiierung bzw. Dosierung in Situationen wie:
- Arrhythmien
- frühen Stadien der Herzinsuffizienz und
- an deren, mit Blutdruckveränderungen einhergehenden Erkrankungen
- Schmerz bei wachen und anästhesierten Tieren
- Adipositas – auch zur Verbesserung der Besitzer-Compliance.
Sie hilft zudem, Nebenwirkungen (Hypotension) von ACE-Hemmern und anderen kardialen Therapeutika zu vermeiden und das Risiko einer schweren Hypotension bei Patienten in folgenden Situationen einzudämmen:
- Schock (allgemein)
- Vergiftungen
- Trauma
- diabetisches Koma
- Narkose (Gefahr der akuten Niereninsuffizienz) .
Weiterhin unterstützt die Blutdruckmessung die (Früh)Diagnose von Krankheiten, die zu Blutdruckveränderungen führen. Der Blutdruck ist eine dynamische Größe. Jeder Herzschlag generiert seinen eigenen Blutdruck.
Bei Arrhythmien können teilweise nur sehr niedrige Pulsfrequenzen ermittelt werden, obwohl auskultatorisch eine höhere Herzfrequenz festgestellt wird. Dies liegt daran, dass die Pulsfrequenz von der Herzauswurfleistung abhängig ist. Bei sehr niedriger Herzauswurfleistung (z.B. Extrasystolen) kann zwar ein Herzschlag auskultierbar sein, jedoch keine Pulswelle mehr ermittelt werden. Dabei wird mit direkten (invasiven) Messsystemen und der HDO-Technologie auch eine geringe Herzauswurfleistung noch erkannt, wohingegen herkömmliche oszillometrische Systeme keinen Puls erkennen und damit das Ergebnis der Pulsfrequenz im Vergleich dieser Systeme variiert.
Wichtige Informationen kann der Puls bei der Interpretation von Blutdruckschwankungen aber auch generell bei hohen Messergebnissen liefern. Liegt die gemessene Pulsfrequenz weit über der für das Tier normalen, kann dies an einer Erhöhung des Katecholaminspiegels liegen. Stresshormone werden entweder bei Aufregung freigesetzt, bei frühen Stadien der Herzinsuffizienz aber auch bei Schmerz. In Stresssituationen steigt zudem der Cortisolspiegel, was ebenfalls tendenziell den Blutdruck erhöht. Nicht zu vergessen ist zudem eine eventuell gerade stattgefundene Anstrengung des Patienten (Treppensteigen, neben dem Fahrrad laufen etc.).
Sinken Pulsfrequenz und Blutdruck im Laufe der Messreihe, so handelt es sich nicht um eine sekundäre Hypertension, sondern aufregungsbedingte Schwankung, White Coat Effect oder z.B. vorangegangene Anstrengung. Empfindet das Tier irgendetwas als störend oder beängstigend (hereinkommende Menschen, läutendes Telefon etc.) kann die Pulsfrequenz und/oder der Blutdruck stark innerhalb der Messreihe variieren. Nicht immer reagieren systolischer und diastolischer Druck gleich auf derartige Aufregungen. Meist kann man stärkere Schwankungen im systolischen als im diastolischen Druck erkennen. Dies liegt daran, dass Katecholamine sowohl auf die Herzfrequenz als auch die Herzkraft wirken und somit zwei wichtige Parameter am Herzen verändern.

Die Pulsfrequenz deutet nicht auf eine Hyperthyreose hin. Schilddrüsenhormone sensibilisieren die β-Rezeptoren am Herz und erhöhen deren Anzahl, was unter anderem zu einer erhöhten Herzfrequenz führt. Der normale Ernährungszustand und die teilweise eingeschränkte Futteraufnahme deuten eher auf Niereninsuffizienz als auf Diabetes mellitus hin. Harnstoff und Kreatinin sowie das spezifisches Gewicht des Urins sind normal. Protein/Kreatinin-Quotient im Urin 1,5 (normal bis 0,5; diagnostisch ab 2,0).
Während der Therapieeinstellung sollten regelmäßige Blutdruckkontrollen durchgeführt werden, danach 2- bis 4-mal pro Jahr. Regelmäßige Kontrolle der Laborparameter inkl. Urinstatus sind ebenfalls zu empfehlen. Grundsätzlich ist bei Niereninsuffizienz entsprechend dem Stadium der Erkrankung die Fütterung gegebenenfalls ergänzend zu adaptieren. Ein ausgewogenes Omega 6:3-Fettsäuren-Verhältnis von 5:1 ist dabei anzustreben.